Selten wurde die Geschichte des Baltikums, hier Estland, mit all ihren Besonderheiten so gut und detailliert beschrieben wie in diesem Buch. (…) Sehr eindringlich beschreibt der Autor das hartnäckig wiederkehrende Misstrauen der Esten gegen die Deutschbalten, selbst in lebensbedrohlichen Situationen. Und dennoch ist dieses Buch für Deutschbalten eine Fundgrube von Erinnerungen an die Heimat, für Leser hingegen, die mit der baltischen Geschichte nicht vertraut sind, ist es die historische Entdeckung eines Landes, die in eine große Liebesgeschichte gekleidet ist.“

Babette von Sass, „Kulturpolitische Korrespondenz“ Heft 1346. 25.07.2014

 

„Die Beschreibungen sind derart meisterhaft, dass man sich die Lebensumstände auf Hiiumaa problemlos visualisieren kann. (…)Die Charaktere sind jedenfalls sehr lebhaft und von gekonnter Schreiberhand entworfen. Es gibt estnische Patrioten, Nazis, überzeugte Kommunisten, gewöhnliche Schurken-Wendehälse – und auch ganz einfache Leute, deren Los es war, in diesen schicksalhaften Jahren zu leben. Im Roman sind die Zeitgeschichte, der Krieg und die Liebe in einem durchaus vernünftigen Verhältnis vermischt und der Roman, den der Autor uns vorlegt, ist solide.“

Kalev Vilgats, „Pärnu Postimees“, 17.01.2014

 

“Ein ganz besonderer Wurf gelingt Lutz Dettmann in all den Passagen im Roman, wenn Estland bzw. hier die Insel Hiiumaa in  seiner unvergleichlichen Naturschönheit mit Innigkeit und Hingabe beschrieben wird. Der Leser taucht in Wahrnehmung von Geruch und Ton und Bild und Sinn dann auf nicht erklärbare Weise zart ein und will mit seiner vital atmenden Erinnerung darin verschwimmen. Estland ist klein und braucht keine Teleskope, sondern Mikroskope, und es ist eine Landschaft für die Liebe auf den ersten Blick, die einem den Kopf verdreht, weil es so wunderbar anders ist. (`Mis maa see on?`- `Was für ein Land ist das?`). Anu hat recht, wenn sie von der `Sehnsucht der Seele nach dem zurückgelassenem Stück des eigenen Herzens` in Estland erzählt- Weitersagen! Und das Buch über Anu lesen.”

Tauno M. Lang, München, “Das Baltikum-Blatt”, 14.01.2014       http://www.baltikum-blatt.eu

 

„Dettmann schildert in seinem spannenden Roman den geschichtlichen Konflikt der Esten, ihren Kampf gegen deutsche und sowjetische Besetzung, ihr zum Teil gebrochenes Verhältnis zu den ehemaligen deutschbaltischen Herren aber auch eine große Liebe, ohne pathetisch zu wirken.“

Rolf Seiffert, „Mein Mecklenburg“- Das Magazin für Mecklenburg-Vorpommern, Heft 2/2013,

 

„Ihm ist ein schöner Roman gelungen. (…) dabei wirkt alles sorgfältig recherchiert – eben erfreulich unkitschig. (…) ein überzeugendes, realistisches und anrührendes Liebesdrama aus schweren Zeiten.“

Florian Anton, in „Mitteilungen aus dem baltischen Leben“, Heft 4/2012

 

„Eine zauberhafte Liebesgeschichte beginnt im letzten Friedenssommer.(…)Der Autor erzählt die poetische Liebesgeschichte unaufgeregt, nimmt sich Zeit für die Beschreibungen von Land und Leuten. Die Gräuel des Krieges werden dabei nicht ausgespart.

Renate Kruppa, in „Schweriner Volkszeitung“, 29./30.09.12

 

„(…) eine Liebe zu Estland ist dem nahe Schwerin heimischen Autor ebenso eigen wie seinem Protagonisten Christoph Scheerenberg. Mit dessen Tod und dem aus seinem Nachlass zitierten Satz `Ich habe Anu verraten` markiert Dettmann (…) – einen fulminanten Auftakt für die Geschichte des Deutschbalten Christoph (…). Und in den Begegnungen und Gesprächen gelingt es wiederum dem Autor, Hintergründe der estnischen Geschichte und Zerrissenheit anschaulich zu machen.“

Susanne Schulz, “Nordkurier“, 28.08.2012

 

„Wenn er das noch heute mittelalterlich geprägte Tallinn und die Menschen dort beschreibt, wirkt er authentisch. Wenn er die komplizierte Geschichte Estlands, die Besetzung durch die Sowjetunion oder die Verbrechen der Deutschen im zweiten Weltkrieg schildert, spürt man den Willen, historische Zusammenhänge in einem packenden Roman zu darzustellen.“

Bert Lingnau, „Kulturkalender MV“, 11.2012

Keiner erwartet eine blinde Sympathie für die Völker des Baltikums, aber ohne Empathie wird man weder der Vergangenheit noch der Gegenwart gerecht werden können. Ein gerade erschienener Roman (L. Dettmann: „Anu. Eine Liebe in Estland“) schildert die Situation wesentlich umfassender und präziser, und mancher Historiker könnte daraus lernen – obwohl es doch eigentlich umgekehrt sein sollte!

H.-D. Handrack in „Baltische Briefe“, Oktober 2012